Das Rifugio der LIDA ist immer voll, aber aktuell ist die Situation wirklich extrem. Durch die über ein Jahr dauernden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sind viele Sarden in dramatische wirtschaftliche Notlagen geraten, und sie erholen sich nur langsam davon. Und wenn die Menschen selbst nur noch wenig haben, ist für Tiere schon gleich gar nichts mehr da … Daher landen immer mehr Hunde und Katzen im Rifugio, und die Mitarbeiter sind noch belasteter als sonst.
Dieses Kätzchen wurde von Touristen kurz vor Mitternacht in die LIDA gebracht. Es hatte mutterseelenallein mitten auf der Straße gesessen und wäre ohne Hilfe sehr wahrscheinlich überfahren worden. Romanina, wie die Kleine genannt wurde, war sehr schwach und dehydriert. Sie bekam sofort Infusionen und konnte so stabilisiert werden. In den folgenden Tagen und Wochen wurde sie mit guten Futter aufgepäppelt. Inzwischen ist Romanina eine kleine Schönheit geworden, sie schmust gern und spielt mit den anderen Kitten, die sich mit ihr einen Käfig teilen. Wir wünschen uns, dass Romanina diesen Käfig sobald wie möglich verlassen kann und ein richtig tolles Zuhause in Deutschland finden wird.
06. November 2021 Romanina ist gemeinsam mit dem hübschen Katzenmädchen Mariolina in ihrer deutschen Pflegestelle angekommen und sucht nun von hier aus ihr endgültiges Zuhause.
13. November 2021
Romanina war anfangs recht schüchtern, doch nach wenigen Tagen hat sie Vertrauen zu der Pflegefamilie gefasst. Mittlerweile liebt sie es, auf dem Schoß zu liegen und sich durchkraulen zu lassen. Mit Mariolina hat sie sich schnell angefreundet, die beiden Katzenmädchen spielen zusammen und schlafen danach aneinandergekuschelt auf dem Sofa oder in einem Katzenbett.
Oktober 2022
Romanina erkrankte im Frühjahr 2022 an einer Virusinfektion, von der sie sich glücklicherweise dank wochenlanger, kostenintensiver Therapie wieder erholte. Ob eine Gangunsicherheit aufgrund kaum ausgebildeter Muskulatur an den Hinterbeinen eine Folge der Schwäche während der Erkrankung ist, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Romanina ist nach wie vor sehr verschmust und spielt gern mit Bällchen und Mäuschen, wilde Raufspiele mag sie nicht. Sie ist glücklich, wenn sie mit Mariolina kuscheln kann.
November 2023
Aufgrund der Gangunsicherheit kam es vermehrt zu "Unfällen" beim Toilettengang, sodass Romanina schließlich gemeinsam mit Freundin Mariolina im April 2023 die Pflegestelle wechseln musste. Die neue Pflegemama hat ausreichend Zeit, um Romanina so zu betreuen, wie sie es braucht.
Nach einer längeren Eingewöhnungsphase, hat sich Romanina gut entwickelt. Sie ist eine kleine Kuschelmaus, die gern mit auf dem Sofa liegt und dann auch ihre Massagen und Bewegungsübungen genießt. Durch ein CT konnte inzwischen geklärt werden, dass ihre Bewegungseinschränkungen (massive Defizite der Korrekturfunktion der Beine) von einer angeborenen Gehirnwasser-Abflussstörung herrühren. Sie hat Probleme, die Hinterbeine aufzurichten, schwankt beim Gehen mit der hinteren Körperhälfte und kippt oft um. Es gibt aber auch Tage, an denen sie mal einen Sprint hinlegen kann.
Romanina lebt ihr Leben in Zeitlupe, alles geschieht langsam (futtern, laufen, spielen). Sie hat gute Tage, aber auch schlechte Tage. Im Sommer hat sie es sehr genossen, im Garten im Gras zu liegen und Geräusche, Gerüche und Bewegungen förmlich aufgesogen.
02. Juli 2026
Romanina wurde von ihrer Pflegemama adoptiert. An eine Vermittlung war aufgrund Romaninas fortschreitender Erkrankung leider nicht mehr zu denken. Deshalb wurde beschlossen, offiziell zu machen, dass sie ihr Zuhause schon lange in der Pflegestelle gefunden hatte. Dort bemüht sich die Pflegemama tagtäglich intensiv darum, der Kleinen ein angenehmes Leben zu ermöglichen, wofür wir ihr von Herzen danken.