Das Leben dieser beiden wunderbaren Maremmani haben wir schon eine längere Zeit
verfolgt. Und ihr Schicksal ging uns sehr, sehr nah. Sie waren als Babys zu den
Leuten gekommen, man hatte sie in ein winziges Gehege gesteckt und dann sich
quasi selbst überlassen. Sie lebten dort einfach im Dreck, ohne Futter und ohne
Wasser. Als Unterschlupf hatten sie nur einen windschiefen, kleinen Verschlag, in
den sie kaum zu zweit hineinpassten. Außerdem war der Verschlag nicht dicht.
Wirklichen Schutz vor Regen oder Sturm bot er nicht. Warum die Leute sich diese
beiden Hunde angeschafft haben, hat sich uns und auch den Menschen, die dort in
der Nachbarschaft leben, nicht erschlossen. Die Leute wohnen noch nicht mal dort,
die Hunde sind immer allein. Das Tragische ist, dass dies nicht die ersten Hunde
sind, die dieses traurige Leben ertragen mussten. Sie wären auch nicht die
ersten Hunde, die dort vor Hunger gestorben wären. Und obwohl man die Leute
immer wieder aufgefordert hat, sich zu kümmern, änderte sich nichts.
Einige Nachbarn, auch unsere langjährige Helferin, brachten den Hunden also
immer wieder Futter. Und als sie größer wurden, brachen sie immer wieder aus
dem Gehege aus, streunten durch den Ort - was wegen der vielbefahrenen
Durchgangsstraße sehr gefährlich war - oder sprangen zu unserer Helferin in den
Garten und ruhten sich dort aus. Eine sehr tierliebe jüngere Frau schaffte es
schließlich, von den Besitzern den Schlüssel für das Gehege zu bekommen, und
so konnte sie die Hunde täglich abholen und mit ihnen spazieren gehen. Ein paar
Stunden täglich waren sie dann auch bei unserer Helferin, aber abends mussten
sie wieder zurück in das dreckige Gehege.
Als die beiden Hunde dann im entsprechenden Alter waren, wurden sie auf Kosten
von proTier kastriert. Denn Nachwuchs wollten wir auf jeden Fall verhindern.
Auch wenn es sowohl der tierlieben Frau und auch unserer Helferin jeden Abend
leidtat, die beiden so unglaublich lieben und menschenbezogenen Hunde wieder in
ihren ekligen Verschlag zu bringen: Es gab aus verschiedenen Gründen keine
andere Lösung.
Und es zeichnete sich schon Ende 2025 ab, dass Veränderungen anstanden: Die
jüngere Frau und ihr Mann würden Sardinien verlassen. Und unserer Helferin war
klar, dass sie aus Altersgründen die noch jungen Hunde nicht zu sich nehmen
konnte. Wir alle waren sehr unglücklich über diese Situation, wollten wir doch
die Hunde nun keineswegs ihrem Schicksal überlassen, denn es war klar, dass es
letztlich das Todesurteil für die beiden gewesen wäre. Den Besitzern waren die
Hunde völlig egal.
Doch dann konnten wir aufatmen: Es gelang der jüngeren Frau, die Besitzer zu
überzeugen, die Hunde abzugeben und sich das auch schriftlich bestätigen zu
lassen. Wie glücklich wir darüber waren, kann man sich wohl leicht ausmalen,
denn die beiden wunderbaren Geschöpfte hatten uns mit ihrer liebenswürdigen,
freundlichen Art völlig um ihre dicken Pfoten gewickelt.
Vorab - für den Fall, dass der Plan aufgehen würde - hatten wir natürlich
schon geregelt, wo die beiden Hunde aufgenommen werden könnten. Und so ging dann
alles sehr schnell, die beiden Hunde in Sicherheit zu bringen.
Endlich haben die beiden auch Namen erhalten: Das Mädchen heißt nun Faella und
der Rüde wird nun Fuchur genannt.
Faella und Fuchur geht es nun sehr gut. Aber zu ihrem vollständigen Glück
fehlen den beiden außergewöhnlich freundlichen, zugewandten Hunden nun noch die
lieben Menschen, die ihnen das Traumzuhause mit engem Familienanschluss schenken.
Da die beiden Maremmano-Mixe sind, benötigen sie ein passendes häusliches Umfeld. Erfahrung mit Herdenschutzhunden wäre perfekt. Aber auch Menschen, die sich über diese tolle Rasse informieren und zudem bereit sind, Empfehlungen umzusetzen, sind herzlich willkommen.
Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem neuen fellnasigen Familienmitglied sind und Ihnen bewusst ist, dass eine Adoption nicht nur viel Freude bedeutet, sondern auch Arbeit und große Verantwortung mit sich bringt, dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht.