Am 4. September 2025, um 2.00 Uhr in der Nacht, wurde Andur angefahren. Die
Mitarbeiter der AGES (ein Verein Freiwilliger für Tiere und Umwelt in Olbia)
haben ihm geholfen und die ganze Nacht bei ihm gewacht: Denn nach
Mitternacht war kein Tierarzt mehr erreichbar.
Um 6:30 Uhr kam Andur dann im Rifugio an. Er hatte einen offenen
Knochenbruch sowie weitere Frakturen am Vorder- und am Hinterbein und wurde
sofort in die Klinik gebracht, wo er stationär aufgenommen wurde. Der Hund
war gechippt, was zu seinem Besitzer führte. Der hatte den Hund jedoch vier
Monate zuvor an einen Freund abgegeben, weil er in seiner Wohnung nicht mehr
mit dem Hund zurechtkam. In dieser Nacht nun war Andur über das Tor
gesprungen, auf der Straße gelandet und angefahren worden. Wie nicht anders
zu erwarten, wollten weder der ehemalige noch der aktuelle Besitzer den Hund
zurück. Und sie wollten sich auch an keinen Operationskosten beteiligen. Man
könnte ja auch eine andere Lösung finden.
Diese Lösung war natürlich für die Entscheider in der LIDA keine Option.
Es sollte alles für Andur getan werden: Operationen, Schmerztherapie,
Physiotherapie, um eine sichere Genesung zu ermöglichen.
Am 5. September wurde Andur zum ersten Mal operiert. Am 19. September
erfolgte die zweite Operation. Die Eingriffe verliefen erfolgreich. Es wurde
eine Platte eingesetzt, um die Brüche zu fixieren, und trotz der Schmerzen,
die er erlitten hat, zeigte Andur eine außergewöhnliche Willenskraft.
Der Genesungsprozess erforderte jedoch viel Zeit, Aufmerksamkeit, Ausdauer
und Geduld. Denn Andur musste erst mal in kleinen Schritten wieder ans
Laufen kommen.
Während unseres Besuchs im Rifugio der LIDA Ende Oktober 2025 lernten wir
Andur kennen. Er saß in einer kleinen Box auf dem überdachten Platz, nahe
beim Ambulatorio. Er drückte sich sofort, als wir näher kamen, an das Gitter
und freute sich, als wir ihm durch das Gitter den Kopf kraulten. Seine
traurigen Augen rührten uns sehr, dabei kannten wir in dem Moment seine
Geschichte noch gar nicht.
Später, nachdem wir schon alle Hunde, die Marco uns neu vorgestellt hatte,
fotografiert hatten, fragte er uns, ob er uns noch einen Hund, der allen im
Rifugio sehr am Herzen läge, vorstellen dürfte verbunden mit der Hoffnung,
dass wir für diesen Hund auch ein gutes Zuhause finden.
Natürlich sagten wir
nicht nein, und so kam dann Andur in den kleinen Freilauf, und wir erfuhren
so nebenbei, was dem armen Kerl widerfahren war.
Andur war natürlich sehr froh, dass er in dem kleinen Freilauf mal ein
bisschen rennen konnte. Er sitzt ja den ganzen Tag sonst nur in seiner Box,
von kurzen Spaziergängen abgesehen. Stillhalten zum Fotografieren, da war
auch unsere Geduld gefordert, aber wir freuten uns ja an der
offensichtlichen Lebensfreude, die Andur ausstrahlte.
Andur geht es inzwischen gut, nur ein paar kleinere Wunden zeugen noch von
dem Unfall sowie den operativen Eingriffen. Aber die werden sicherlich auch
bald verheilt sein.
Wir wünschen uns nun sehr für Andur, dass er nicht mehr allzu lange im
Rifugio der LIDA ausharren muss, sondern wir ihn bald nach Deutschland holen
können. Hier soll er dann liebe Menschen finden, die ihm sein Traumzuhause
für immer mit engem Familienanschluss schenken.
Möchten Sie Andur den Schritt in ein neues, glückliches Leben ermöglichen?
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Oder laden Sie hier den Fragebogen für die Hundeadoption herunter, füllen Sie ihn aus und mailen Sie ihn an die im Fragebogen angegebene Mailadresse.
Bitte nennen Sie immer den Namen Ihres Wunschhundes.