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Wir sind in großer Trauer: Der liebe, goldige Gaber ist über die Regenbogenbrücke gegangen
Seit wir ihn nach Deutschland geholt haben, haben wir alles versucht, ihm ein gutes Leben zu ermöglichen. Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, und in seiner Pflegestelle wurde liebevoll für ihn gesorgt.
Doch immer wieder - trotz intensiver tierärztlicher Begleitung und entsprechender medikamentöser Versorgung - war sein Zustand ein stetes Auf und Ab. In den letzten Tagen ging es ihm immer schlechter. Darm und Blase funktionierten trotz Unterstützung gar nicht mehr. Er wollte auch nicht mehr futtern. Wieder einmal wurde er intensiv untersucht, wurden Labortests durchgeführt - das Ergebnis war niederschmetternd: Es gab keine Hilfsmöglichkeiten mehr. Nieren, Darm und Harnwege waren irreparabel geschädigt. Es war nur noch unerträgliches Leiden für den so liebenswerten kleinen Hund.
Wir hatten uns so sehr noch ein gutes Leben für ihn gewünscht. Es hat nicht sollen sein. Schweren Herzens mussten wir Gaber gehen lassen.
Allen, die in den letzten Tagen sich so lieb nach Gaber erkundigt haben, die mit uns gehofft und gelitten haben, danken wir von ganzem Herzen für den Zuspruch und für jegliche Unterstützung.
Gaber, das tapfere kleine Kerlchen, hat für immer seinen Platz in unseren Herzen.
+02.12.2025+
Lesen Sie hier Gabers Geschichte: Wolfgang und ich hatten Gaber schon im Januar 2025 kennengelernt, da war er gerade ein paar Tage zuvor ins Rescue gekommen. Und während unserer Teamtour Mitte April 2025 lernten dann auch einige Teamkolleginnen diesen bezaubernden Hund bei unseren Partnern Paola und Pierpaolo in Stintino kennen. Mit seinem drolligen Gesicht, seiner fröhlichen Ausstrahlung und seinem liebenswerten Wesen hat er uns alle gleich um die kleine Pfote gewickelt.
Dass dieser kleine Kerl so lieb und menschenbezogen war, war kaum zu fassen. Denn Gaber hatte ein sehr trauriges Schicksal: Er lebte in einem winzigen Hinterhof voller Gerümpel und Unrat ... inmitten seiner eigenen Exkremente ... Niemand machte dort mal sauber. Sein Futter bestand aus trockenem Brot, das ihm gelegentlich hingeworfen wurde. Seinen Durst musste er mit fauligem Wasser aus einem verdreckten Eimer stillen. Und wahrscheinlich hat man ihn auch misshandelt, geschlagen oder getreten und dabei sein Rückgrat verletzt. Als Folge ist der arme Kerl inkontinent, kann seinen Harn- und Kotabsatz nicht kontrollieren.
Wahrscheinlich hätte Gaber noch Jahre in dem Drecksloch von einem Hinterhof dahinvegetieren müssen, wenn sich nicht eine Tierschützerin, die von seinem Schicksal erfuhr, seiner erbarmt und ihn dort weggeholt und zu unseren Partner gebraucht hätte.
Im August hatte er glücklicherweise eine liebevolle Pflegestelle gefunden, die ihn trotz seines Handicaps aufnahm, denn es war klar: Aufgrund der Inkontinenz war er lebenslang auf Medikamente angewiesen. Das Waschen und Windeln meisterte er jedoch geduldig und tapfer. Seine Einschränkung minderten weder seine Lebensfreude noch seine innere Stärke.
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