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Mein Handicap ist nicht heilbar, aber ...
... Physiotherapie, Medikamente und gutes Futter geben mir viel Lebensqualität. Doch das kostet viel Geld. Wirst du meine Patin oder mein Pate? Danke, deine Selli
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Katzenkolonie Capriccioli
Geburtenkontrolle ist das A und O wirksamen Tierschutzes. Bitte, unterstützen Sie unsere Präventionsarbeit durch Ihre Spende oder Patenschaft. Die Katzen von Capriccioli sagen danke.
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Vor unserer eigenen Haustür: Ignoranz und Lieblosigkeit ... und das auch zur Weihnachtszeit (aktualisiert 29.12.)


Mein Mann war mit dem Auto auf dem Weg nach Hause, als sich vor ihm eine kleine Schlange staute. Weiter vorn sah er, wie eine Frau etwas an den Straßenrand legte, sich wieder ins Auto setzte und weiterfuhr. Der Fahrer eines anderen Fahrzeugs hielt an der Stelle kurz an, stieg aus, machte eine wegwerfende Handbewegung, stieg wieder ein und fuhr weiter. Als mein Mann die Stelle passierte, sah er voll Entsetzen, was dort einfach in den Schnee gelegt worden war: Eine Katze, blutüberströmt. Aber deutlich sichtbar noch am Leben!

Was sind das für Menschen, die ein schwer verletztes Tier einfach achtlos an den Straßenrand werfen, wie ein Stück Dreck? Es sind die gleichen Menschen, die jetzt ganz gefühlsduselig von Weihnachtsstimmung, Harmonie, Liebe deinen Nächsten und Frieden auf Erden reden, sich ihrer christlichen Einstellung rühmen ... Wo aber bleibt dann das Mitgefühl für unsere Mitgeschöpfe?

Mein Mann nahm die Katze vorsichtig auf, die vor Kälte und Schock am ganzen Leibe zitterte, der das Blut aus dem Mäulchen lief, legte sie im Aute in einen Einkaufskorb und holte mich ab und wir fuhren sofort weiter zum Tierarzt.

Obwohl noch gar keine Sprechstunde war, nahm unser Tierarzt sich sofort der Kleinen an. Sie musste leicht sediert werden, denn der Schock ließ langsam nach, Schmerzen und Panik hätten eine Untersuchung unmöglich gemacht. Auch wenn Beine, Hüften, Wirbelsäule wohl keinen Schaden erlitten haben, so sind jedoch beträchtliche Kopfverletzungen entstanden. Der Oberkiefer ist gebrochen, die nur noch minimalen bis völlig ausbleibenden Reflexe in den Pupillen deuten auf eine Schädel-Hirn-Verletzung hin. Der Zustand der Katze erlaubt aber im Moment keinen operativen Eingriff. Eine Narkose würde die Kleine nicht überstehen. So wurde sie zunächst medikamtentös erstversorgt, um lebensbedrohliche Schwellungen zu verhindern, und blieb in der Obhut des Tierarztes.


Wir haben der Katze den Namen Joy (Freude) gegeben. Im Moment bleiben uns nur Bangen, Hoffen und Beten, dass die Katze ihren Unfall überlebt, wieder gesund werden und sich eines unbeschwerten Lebens erfreuen kann. Bitte, hoffen und beten Sie mit uns für ein kleines Weihnachtswunder. Vielen Dank.

Aktualisierung 24. Dezemer 2009
Joy geht es ein wenig besser. Sie hatte am ersten Abend noch Infusionen erhalten, inzwischen trinkt sie selbständig und schleckert auch schon Vitaminpaste. Wenn ihr Zustand sich weiter stabilisiert, kann nach Weihnachten der Kiefer operiert werden. Bitte, schicken Sie der Kleinen weiterhin viele gute Gedanken.

Aktualisierung 29. Dezember 2009
Allen, die Joys Weg bis hierher verfolgt und Joy durch Gebete und liebevolle Gedanken und nicht zuletzt auch durch Spenden unterstützt haben, sagen wir an dieser Stelle unseren ganz herzlichen Dank.

Gestern wurde Joy operiert. Die Wurzel des Eckzahns, der bei dem Unfall abgebrochen war, wurde entfernt, damit keine Entzündung entsteht. Bei dieser Gelegenheit wurden auch nochmals der Kieferbruch sowie die Kopfwunde näher betrachtet. Der Kieferbruch muss nicht operativ gerichtet werden, da der Bruch ganz gerade verläuft und der Kiefer sich bislang nicht verschoben hat, so dass der Tierarzt empfiehlt, hier nicht einzugreifen, sondern auf den natürlichen Heilungsprozess zu vertrauen. Auch die Hirnschwellung ist deutlich zurückgegangen, damit hat der Druck auf den Sehnerv nachgelassen, und die Augen reagieren schon wieder fast normal. Joy kann nun aus der stationären Behandlung entlassen werden.

Wir sind über diese Entwicklung natürlich sehr froh. Es gibt nur einen Wermutstropfen: Joy zeigt sich als recht wild. Im Moment ist schwer zu sagen, ob es eine grundsätzliche Angst vor Menschen, vor der Situation, wegen der Schmerzen usw. ist. Dennoch möchten wir der Empfehlung des Tierarztes, Joy in der Nähe der Stelle, an der sie gefunden wurde, wieder auszusetzen, nicht folgen. Zum einen möchten wir, dass die Verletzungen komplett ausheilen, zum anderen wollen wir es nicht unversucht lassen, Joy zu zeigen, dass es auch nette Menschen gibt.

Daher werden wir Joy zunächst zu uns nach Hause holen und ihr einen sicheren Platz bieten, bis wir eine passende Pflegestelle oder ein Endzuhause für sie gefunden haben. Unter "passend" verstehen wir, dass Joy erst einmal im Haus gehalten werden kann, bis sie Vertrauen und Sicherheit entwickelt hat, und wo anschließend die Möglichkeit eines Freigangs in sicherer Umgebung geboten werden kann. Bitte, melden Sie sich bei uns, wenn Sie solch einen Platz für Joy bieten können. Danke im Voraus für Ihre Hilfe für Joy.

 

 
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