Wie konnte man dir das antun? Du wurdest aufgegriffen, als du hilflos über Land irrtest. Offensichtlich hatte sich jemand deiner entledigen wollen. Dein linkes Auge blutete stark, wahrscheinlich hattest du dich an einem vorstehenden Ast im Gestrüpp verletzt. Denn so wie es uns scheint, kannst du auf deinem anderen Auge auch nichts - oder höchstens Schatten - sehen. Was muss in dir vorgegangen sein, als du merktest, dass dich deine Leute einfach in einem dir fremden Gebiet ausgesetzt haben?
Glücklicherweise fand dich eine Frau, deren Herz du anrührtest. Sie brachte dich zu einer in der Nähe lebenden Tierschützerin, die dich natürlich sofort aufnahm und auch ärztlich versorgen ließ. Dein linkes Auge war nicht mehr zu retten, es musste entfernt werden.
In einem Nebengebäude auf ihrem Grundstück hat die Tierschützerin dir ein kleines Gehege gebaut, damit du dort in einem geschützten Bereich in Ruhe genesen kannst und dich nicht weiter verletzt. Sie hat dir deinen Bereich so gut es geht mit Decken ausgelegt, damit du es ein wenig gemütlich und warm hast. Sie kümmert sich rührend und liebevoll um dich. Weil sie aber nur sehr wenig Geld hat und sich schon um eine kleine Menagerie anderer Notfalltiere (sieben Ponys - aus schlechter Haltung freigekauft, zwei davon waren schwer krank; 15 Hunde - alles ehemalige Streuner, die sie vor dem Canile gerettet hat; Ziegen, Gänse ...) kümmern muss, hat sie uns um Hilfe gebeten. Denn die Operationskosten überschreiten ihre Möglichkeiten bei weitem.
Für Scubi suchen wir nun Hilfe unterschiedlicher Art: Ganz dringend benötigen wir Spenden, damit wir der Tierschützerin helfen können, die schon angefallenen Tierarztkosten zu tragen. Da es für Scubi als behinderter Hund, noch dazu mit dem "optischen Makel" des fehlenden Auges, keine Chance gibt, auf Sardinien eine Familie zu finden, die sich adäquat um ihn kümmert, suchen wir eine Pflegestelle in Deutschland, damit Scubi bald ausreisen kann. Wunderbar wäre natürlich, wenn sich eine Familie fände, die Scubi ein endgültiges Zuhause schenkt. Scubi ist schätzungsweise im Frühsommer 2009 geboren, er hat also sein Leben noch vor sich. Noch ist er natürlich sehr ängstlich (was bei der Vorgeschichte ja kaum verwunderlich ist), aber er ist unglaublich lieb und genießt es, wenn man ihn streichelt und freundlich mit ihm spricht.
Ihre Spende unter dem Stichwort "Scubi" richten Sie bitte an
Wenn Sie allgemeine Fragen zu Scubi oder wegen einer Spende haben, sprechen Sie bitte Karin Faulstroh an: karin.faulstroh@protier-ev.de oder 02137 14027
Wenn Sie Pflegestelle werden oder Scubi adoptieren möchten, freut sich Ilka Spelsberg über Ihre Nachricht: ilka.spelsberg@protier-ev.de oder 02261 979965